Sonntag, 22. April 2018

[Best of] BDSM - Meine all-time-favourites

 Mittlerweile habe ich so viele Rezensionen geschrieben, dass ich manchmal selbst schon gar nicht mehr druchblicke. Wenn mich dann Leute nach meinen Lieblingsbuch fragen oder einen guten Tipp wollen, welche Bücher sie sich am besten holen sollen, dann weiß ich manchmal gar nicht, was ich dazu sagen soll. Denn im ersten Moment fällt mir gar keines ein.
Deswegen habe ich mich mal hingesetzt und meine 10 Favoriten aus dem BDSM-Genre für euch zusammengesucht. Damit ihr einen besseren Überblick habt, was sich zu lesen lohnt - und ich auch.

Jules


A strong hand - Catt Ford
Meine Rezension

Dieses war das erste BDSM-Buch, dass ich je gelesen habe und es hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Vor allem hat es mir aber Lust auf mehr von diesem Genre gemacht und auch noch so langer Zeit finde ich es immer wieder aufs Neue lesenswert und schon aus nostalgischen Gründen einer meiner Favoriten.


Thekenwelt-Trilogie - Violet Mascarpone
Meine Rezension zu Thekenwelt - Erster Gang: Apéritif pour trois
Meine Rezension zu Thekenwelt - Zweiter Gang: Pièce de résistance
Meine Rezension zu Thekenwelt - Dritter Gang: Dessert de vengeance

Vermutlich könnt ihr es schon nicht mehr hören. Ganz ehrlich, ich kann es auch schon nicht mehr hören. :D Aber trotzdem vergöttere ich diese Reihe bis zum heutigen Tag. Zugegeben, das ist vielleicht nicht die realistischste BDSM-Geschichte, die es auf der Welt gibt, aber sie ist trotzdem perfekt. Ein klein wenig eine Traumwelt, aber immernoch so wahsninnig gut gemacht, dass man einfach nur süchtig werden kann. Für immer meine Nummer eins.

Das graue Halsband - H. B. Pattskyn
Meine Rezension

Wirklich eines der besten BDSM-Bücher, das ich je gelesen habe. Die Geschichte ist toll, der Stil ist toll und die Sexszenen sind großartig. Ich war lange nicht mehr so begeistert von einem Buch, wie von diesem hier. Und ich finde es auch für Einsteiger einfach super geeignet, weil es BDSM auf eine sehr schöne Art und Weise wiedergibt.



Die Club-Reihe - T. C. Jayden
Meine Rezension zu First Club: Kenneth Hunt
Meine Rezension zu Second Club: Verkauft
Meine Rezension zu Third Club: Blinde Lust
Meine Rezension zu Fourth Club: Dominus
Meine Rezension zu Fifth Club: Doppeltes Spiel (Kat. G. Marcuse)
Meine Rezension zu The Club: Elfenzauber

T. C. Jayden hat es mit dieser Reihe geschafft, ein eigenes Universum zu zaubern, dass immer wieder ganz neue Spielarten bereit hält. Jeder Teil ist eine in sich abgeschlossene Kurzgeschichte und lesenswert. Es macht immer wieder Spaß, für eine kurze Zeit in den Club entführt zu werden und dort ein wenig Mäuschen zu spielen. Ich kann jeden einzelnen Teil empfehlen, obwohl ich vor allem eine ziemliche Schwäche für den zweiten Teil entwickelt habe.

Arnies Kosmos - Violet Mascarpone
Meine Rezension

In diesem Buch nähert man sich auf eine ganz andere Art und Weise an das Thema BDSM an, wie sonst üblich. Ich weiß, eine Geschichte über die Eintönigkeit von Beziehung und Alltag mag im ersten Moment vielleicht langweilig erscheinen - aber dieses Buch ist nicht langweilig. Und auf seine Art ist es vor allem sehr viel realistischer, als die meisten anderen Bücher dieses Gernes. Man hat das Gefühl, hier geht es um echte Menschen und nicht um irgendwelche Romanfiguren. Dieses Werk ist großartig und wer sich mit BDSM wirklich befassen will, sollte auch hier reinlesen.

Die Kunst der Unterwerfung - J. P. Barnaby
Meine Rezension

Es ist nur eine kurze Geschichte, aber was mich an ihr so überzeugt hat, ist die Tatsache, dass sie so gut gelungen ist. Man hat es geschafft, auf wenigen Seiten etwas zu erstellen, dass schöner beschrieben ist, als mancher ellenlanger Roman. Das Thema BDSM ist hier gut getroffen, zwar wird nur ein sehr kurzer Ausschnitt davon gezeigt, aber manchmal ist weniger auch einfach mehr. Ich musste die Geschichte einfach mit zu meinen Favoriten nehmen, weil für so wenig Seiten sehr guter Inhalt geboten wird. Und vielleicht will hier ja auch jemand klein anfangen und erst mal eine Kurzgeschichte lesen.


Neue Wege Reihe - Anna Martin
 Meine Rezension zu Andere Wege
 Meine Rezension zu Dir zu gehören

Auch dies ist ein sehr gelungenes Buch über BDSM. Ich mag es, dass die Geschichte relativ alltäglich ist. Die Protagonisten haben genug mit sich und ihrer Beziehung zu tun und man erkennt gut, wie sich die Beziehung im Laufe des Buches weiterentwickelt. Ein wenig hat man auch das Gefühl, das Buch selbst entwickelt sich im Lauf der Gescichte weiter. Auch das Thema an sich ist hier gut umrissen und deswegen auch gut für Einsteiger geeignet. Teil 2 schließt da an und wieder entwickelt sich die Beziehung weiter und man wird mit Problemen konfrontiert, die eben auch manchmal eine solche Beziehung beschäftigen. Gut gelungen!

Beste Freunde liebt man nicht - Grace R. Duncan
Meine Rezension

Ich mag an diesem Buch, dass es irgendwie so unschuldig ist. Die Protagonisten sind ja noch recht jung, haben aber schon eine BDSM-Beziehung - und die ist auch noch wirklich super dargestellt. Und es ist auch einfach so ganz normal erzählt, ohne viel Kitsch und ohne viel Drama - ganz normal eben. Ich mag das! Es ist so erfrischend, weil es sehr vielen anderen Büchern dieser Art einfach nicht so ist. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen.
 
 Kyle & Jason Reihe - Andy D. Thomas
Meine Rezension zu Kyle & Jason: The beginning
Meine Rezension zu Kyle & Jason: Threesome
Meine Rezension zu Dave & Jesse: Healing


Wenn ich ganz ehrlich bin, dann ist diese Reihe ein endlos langer Porno, weil sie wirklich fast nur aus wahnsinnig guten Sexszenen besteht. Ich kann das auch gar nicht so viel an einem Stück lesen, weil es irgendwann echt zu viel wird. Aber es ist so unglaublich heiß und so wahnsinnig gut gemacht und es wirkt nie irgendwie plump oder obszön... Ich finde es echt großartig! Und obwohl darin so viel Sex vorkommt, passt irgendwie immer auch Story dazwischen und die ist nicht mal schlecht gemacht. Man muss sich echt überlegen, ob man das wirklich lesen will - aber wenn, dann lohnt es sich schon auch.
Es gibt übrigens jetzt einen weiteren Teil, den ich aber noch nicht gelesen habe.

[Kinky] Pleasures Reihe - A. C. Lelis
Meine Rezension zu [sub]optimal
Meine Rezension zu strawberry [kiss]
Meine Rezension zu [off] switch
Meine Rezension zu little [tease]

Auch bei dieser Reihe stecken teilweise nostalgische Gründe dahinter. [sub]optimal war eines der ersten BDSM-Bücher, das ich gelesen habe und es hat mir wahnsinnig gut gefallen. Und deshalb blieb es auch nicht das letzte Buch von A. C. Lelis. Und ich muss sagen, jedes einzelne Buch dieser Reihe ist für sich einfach große Klasse. Die BDSM-Szenen sind super sexy, die Geschichten immer sehr komplex und gut ausgearbeitet - ich liebe jeden Teil der Reihe und kann sie wirklich nur empfehlen.



Mittwoch, 18. April 2018

24/7: Die Grauzone [K]



Wenn man es sich zur Aufgabe macht, Fragen rund um das Thema BDSM zu beantworten, dann kommt man manchmal nicht darum herum, Begriffe genauer zu erläutern, mit denen man sich teilweise noch nicht einmal selbst auseinander gesetzt hat.
Im Rahmen einer Frage zu „24/7“-Beziehungen bin ich nicht umhin gekommen, mich mit dem großen Bereich TPE (= Total Power Exchange) zu befassen. Während meiner Recherche ist mir immer klarer geworden: Hier werden zu viele Dinge vermischt, hier wird zu viel unter einen Hut geschoben, so dass man gar keine klare Grenze mehr ziehen kann.
Dennoch möchte ich heute versuchen, die Begriffe voneinander abzugrenzen und damit hoffentlich auch ein wenig Klarheit zu schaffen, wie vielfältig eine BDSM-Beziehung eigentlich aufgebaut sein kann und was mit den einzelnen „Stufen“ eigentlich gemeint ist.
Wenn wir nun also eine „Dom/sub“-Beziehung genauer beleuchten, dann geht es erstmal um die Kontrolle des dominanten Parts über den devoten Part der Beziehung. Meist geschieht das rein im sexuellen Bereich. Im Schlafzimmer bzw. dem Spielzimmer nimmt man diese Rollen an, im Alltag aber ist man gleichberechtigt.
Es gibt aber auch Leute, denen reicht das nicht. Es gibt Subs, die auch außerhalb des Schlaf- bzw. Spielzimmers noch kontrolliert werden wollen – und Doms, die auch im Alltag Kontrolle auf ihren Sub ausüben möchten. Diese Beziehungen werden schnell als „24/7“ abgetan, weil es meist auch der Fall ist, dass diese Konstallation 24 Stunden, 7 Tage die Woche eingehalten wird. Allerdings bezieht sich die Bezeichung „24/7“ letztlich trotzdem nur auf die Dauer einer solchen Beziehung und kann somit nicht synonym für das Machtgefälle der beiden Parteien verwendet werden.
Es besteht immer noch eine Grenze zu TPE, die vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz klar auf der Hand liegt. Ich möchte trotzdem versuchen, es euch mit ein paar Beispielen ein wenig klarer darzustellen.
Bei einer „TPE“-Beziehung geht es in erster Linie um die vollständige Unterwerfung des devoten Parts – und zwar in allen Bereichen des Lebens. Natürlich geschieht dies bewusst und einvernehmlich, ich denke, soweit sind wir schon, dass wir das nicht in Frage stellen müssen. Dieses dauernde Machtgefälle macht den Reiz dieser Beziehung aus und zeigt sich darin, dass der dominante Part sich auch tatsächlich in Bereiche des devoten Parts einmischt, aus denen man sich normalerweise heraushält: Geld, Beruf, Familie, Freunde… Es gibt also wirklich kaum bis gar keine Grenze zwischen Spiel und realen Leben.
Natürlich gibt es auch softere Varianten, in denen der Sub noch über sein Leben selbst entscheiden kann, der Dom nur unterstützt oder führt. Der Zeitfaktor ist hier ähnlich, aber dennoch ist es eine ganz andere Lebensweise.
Es ist eine Sache, wenn der Dom den Sub bestraft, weil dieser sinnlos Geld ausgegeben hat – oder ob er ihm nur noch ein kleines Taschengeld zur Verfügung stellt und ihm nicht mehr erlaubt, selbst seine Finanzen zu verwalten.
Es ist eine Sache, wenn der Dom seinen Sub zwingt, Bewerbungen zu schreiben, um diesen bei seiner Jobsuche zu unterstützen – oder ob er ihm diktiert, wo sich dieser zu bewerben hat.
Es ist eine Sache, wenn der Dom einem Sub nicht erlaubt, sich am Abend mit Freunden zu treffen, weil er seine Aufgaben nicht ordentlich erledigt hat – oder ob er entscheidet, mit welchen Menschen sich der Sub überhaupt noch abgeben darf.
Es ist eine Sache, sich kontrollieren und führen zu lassen – eine andere, sein eigenes Leben komplett von jemand anderem diktiert zu bekommen.
Ich hoffe, euch wird klar, auf was ich hinaus möchte. „24/7“ kann auf so viele verschiedene Arten erfolgen, dass es ein fataler Fehler wäre, diesen Begriff mit TPE gleichzusetzen. Zwischen gleichberechtigten Partnern und einem Total Power Exchange liegen so viele verschiedene Grauzonen, die teilweise eben auch 24/7 ausgeführt werden, aber so unterschiedlicher Natur sind, dass man sie niemals gleichsetzen kann.
Nun seid ihr vielleicht ein wenig geschockt, wie weit eine solche Beziehung tatsächlich gehen kann. Ich war es ehrlich gesagt auch. Aber natürlich steht es niemanden frei, darüber zu urteilen. Jeder findet sein Glück und seine innere Zufriedenheit auf eine ganze eigene Art und Weise und nicht immer ist diese für Außenstehende nachvollziehbar.
Und ja, es kann auch passieren, dass eine „TPE“-Beziehung zu psychischer Abhängigkeit führt. Aber es ist, wie mit allem: falsch ausgeübt, ist alles gefährlich. Das heißt aber nicht, dass jeder, der eine solche Beziehung eingeht, automatisch einen psychischen Knacks hat. Bitte urteilt hier nicht in solch abfälliger Art und Weise. Es mag sehr schwer vorstellbar sein, aber letztlich ist es eben ein subjektives Empfinden, dass man auch gar nicht nachvollziehen muss. Nur akzeptieren.

Sonntag, 15. April 2018

Entfesseltes Spiel (Anna Zabo)



Titel: Entfesseltes Spiel - Takeover 2
Autor: Anna Zabo
Verlag: Cursed Verlag
Seitenzahl: 312 Seiten
Beschreibung: Justin erringt einen begehrten Praktikumsplatz als Assistenz der Geschäftsleitung und könnte glücklich nicht sein, wäre da nicht Finanzchef Eli. Dieser fordert Justin immer wieder aufs Neue heraus, in dem er ihn mit zweideutigen Sprüchen aus dem Konzept zu bringen versucht. Gerne würde Justin sich auf Eli einlassen, jedoch lässt ihn sich seine Vergangenheit nur vorsichtig einem neuen Dom nähern.

Meine Meinung:
„Entfesseltes Spiel“ ist der zweite Teil der „Takeover“-Reihe und schließt sich an den ersten Teil, „Heiße Übernahme“, an. Man muss die erste Geschichte nicht zwingend gelesen haben, um bei diesem Buch durchzublicken, aber ich empfehle es trotzdem – schon allein, weil die erste Geschichte so toll ist.
Und auch dieser Teil ist toll! Ein wenig ähnelt er dem ersten: wir haben wieder zwei Protagonisten, die miteinander arbeiten müssen und bei denen fast augenblicklich die Funken fliegen. Hier liegt das Augenmerk eher auf der Komplexität der Charakter. Sowohl Eli als auch Justin sind ein wenig kompliziert und zusammen ergeben sie eine explosive Mischung, die es ihnen nicht leicht macht, auf einen Nenner zu kommen – die aber auch dafür verantwortlich ist, dass sie sich überhaupt nahe kommen.
Es macht einfach wahnsinnigen Spaß, ihre Annäherung mitzuverfolgen. Sie streiten so gerne und Justin testet immer wieder seine Grenzen aus, was die Geschichte sehr neckisch macht und dem Leser einfach Spaß bereitet. Ich war süchtig nach den Dialogen der beiden.
Und ich war süchtig nach den Sexszenen, denn die sind genauso prickelnd wie der restliche Umgang der beiden und wirklich wieder ausgesprochen gut gemacht. Richtig toller BDSM.
Das Buch befasst sich auch viel mit der Vergangenheit der beiden, die letztlich ein ziemlich großes Loch in ihre Beziehung reißt. Beide kämpfen sie mit Dämonen und es ist nicht, wie es so oft der Fall ist, dass sie nur einander brauchen, um diese zu besiegen. Man erkennt gut, dass hier einfach jeder an sich selbst arbeiten muss, lernen muss, zu vertrauen und dass es nicht wieder auf diese typische Liebe-regelt-alles-Romantik hinausläuft.
Gerade Justin verhält sich in dieser Situation sehr stur und bockig, aber man kann es als Leser sehr gut nachvollziehen. Man kann eigentlich alles als Leser gut nachvollziehen, also das Verhalten jedes einzelnen Protagonisten. Definitiv sorgen aber diese Eigenschaften dafür, dass das Buch sehr spannend ist. Man mag es kaum weglegen, weil es einen einfach so fesselt und weil es einen interessiert, wie es denn nun mit den beiden weitergeht.
Echt super gemacht, ich bin sehr begeistert. Klare Leseempfehlung!

Mittwoch, 11. April 2018

Silken (Isobel Starling)

Titel: Silken
Autor: Isobel Starling
Verlag:  Decent Fellows Press
Seitenzahl: 149 Seiten
Beschreibung: Nachdem er wegen einer Knieverletzung nicht mehr tanzen kann, arbeitet Matthew als Immoblienagent und steckt seine gesamte Freizeit in seinen Tumblr-Blog "Silken". Darauf lebt er seinen heimlichen Fetisch, das Tragen von Dessous, aus. Über diesen Blog lernt er auch seinen Dom kennen, mit dem er nur online Kontakt hat. Doch dann vermischt sich die reale Welt mit der des Internets und plötztlich wartet eine ganz neue Herausforderung auf Matthew.

Meine Meinung:

Ich war mir bei diesem Buch wirklich unsicher, einfach, weil ich mit dem Kink in dem Buch wirklich überhaupt nichts anfangen kann. Ich hatte Angst, ich könnte mich nicht auf das Buch im Allgemeinen und auf die BDSM-Szenen im Speziellen einlassen, weil es mir nicht zusagt. Meine Bedenken waren jedoch völlig grundlos.
Das Cross-Dressing wird auf eine sehr sinnliche Art und Weise in das Buch aufgenommen. Es stört nicht, auch wenn man den Kink nciht teilen oder nachvollziehen kann, weil es einfach so gut gemacht ist. Ich war davon wirklich begeistert und hatte auch Spaß daran, darüber zu lesen. Tatsächlich wurde es in die Sexszenen auch sehr anrgend eingewebt. Es hat einen gefesselt und es hat wunderbar zu den einzelnen Szenen gepasst.
Und auch sonst sind die Sexszenen sehr gut gestaltet. Man erkennt z.B. wahnsinnig gut die Dynamik zwischen Dom und Sub, merkt, dass man sich umeinander kümmert und auf die Grenzen des anderen Wert legt, sich respektiert. Und das, obwohl es eigentlich relativ wenig BDSM in dem Buch gibt. Was man aber zu lesen bekommt, ist sehr sexy. Auc hat man im ganzen Buch immer diese Spannung und das Verlangen zwischen den beiden gespürt.
Allgemein ist der Schreibstil sehr schön. Nicht nur, dass man sich so gut in die Geschichte und die Charaktere einfühlen kann, ich mag vor allem die Wortwahl und Ausdrucksweise. Sehr erlesen und liebevoll gestaltet. Etwas, das man in diesem Genre nicht so häufig findet.
Ich konnte auch wirklich nicht aufhören, zu lesen. Es ist ein Jammer, dass das Buch so kurz ist. Nicht, das etwas gefehlt hätte. Ich hätte nur ewig weiterlesen können.
Übrigens ist auch die Story an sich sehr gut. Trotz der Kürze des Buches ist sie sehr durchdacht und ausführlich beschrieben. Natürlich ist es ein ziemlicher Zufall, dass die beiden aufeinander treffen, aber dennoch wird es so gut umgesetzt, dass es nicht stört.
Also wirklich absolut lesenswert! In meinem letzten Blogbeitrag habe ich euch meine BDSM-Favoriten vorgestellt und jetzt ärgere ich mich fast ein wenig, denn dieses Buch gehört da definitiv noch mit rein!

Sonntag, 8. April 2018

Geheimnisvoller Dom (Damian Schilling) [Q]

Titel: Geheimnisvoller Dom
Autor: Damian Schilling
Verlag: camacra publishing
Seitenzahl: 63 Seiten
Beschreibung: Bisher hatte Leon immer nur One-Night-Stands, doch als er in seinem Lieblings-Club einen neuen Dom kennenlernt, der ein ziemliches Geheimnis um seine Person macht, passt es sofort. Plötztlich kann Leon kaum mehr an etwas anderes denken und bleibt deshalb in Kontakt mit seiner neuen Bekanntschaft. Doch was ist der Grund, warum sein Dom nicht seine wahre Identität preisgeben möchte?

Meine Meinung:

Puh, dieses Buch ist ein wenig schwierig zu rezensieren. An sich hat es mir durchaus gefallen. Ich mochte die Storyidee und eigentlich auch die Umsetzung von dieser. Es hat mir gefallen, dass sich Tom ziemliche Gedanken gemacht hat, was passiert, wenn Leon herausfindet, wer er ist - und gleichzeitig hat mir gefallen, wie Leon sich hintergangen gefühlt hat, bei dieser Sache im Dunkeln zu tappen.
Auch der Stil ist an sich okay. An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir ein wenig mehr Fließtext und weniger wörtliche Rede bzw. SMS gewünscht. Vor allem auch, weil sie sehr viel dabei durchkauen, was teilweise ein wenig unnötig gewirkt hat. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass man bei manchen Sachen auf Nummer Sicher gehen wollte und dann eher zu viel dazu gesagt hat, statt es zu beschränken.
Aber man kann sich trotzdem in die Geschichte fallen lassen und man kann sich auch gut mit den Charakteren auseinandersetzen. Wie oben schon gesagt, man versteht ihr Beweggründe und Zweifel und das ist mir einfach wichtig. Dadurch wird die Geschichte realistisch und gut lesbar.
Ich glaube aber, weil der Stil noch nicht so 100%ig ausgereift ist, bin ich mit den BDSM-Szenen leider nur bedingt warm geworden. Sind sind gut, keine Frage. Das Thema wurde auch korrekt erfasst. Aber irgendwie sind sie noch ein wenig unsicher. Nicht so ganz ausgereift. Und oft wird ein wenig zu viel erklärt oder nachgehakt, was das ganze einfach ein wenig zerredet und deshalb kurzzeitig stört.
Allgemein hat diese Geschichte ziemlich viel Potential, aber ich glaube, der Autor muss einfach noch ein wenig stilsicherer werden, dann kann er noch mehr erreichen
Dennoch mochte ich die Geschichte und kann sie auch weiterempfehlen. Und vielleicht wir die nächste Geschichte des Autors ja auch schon ein wenig runder - ich denke, es lohnt sich hier, dabei zu bleiben und noch eine weitere auszuprobieren.

Mittwoch, 4. April 2018

Geheimste Fantasien - Bondage Play (Morticia Knight)



Titel: Geheimste Fantasien - Bondage Play
Autor: Morticia Knight
Verlag: RAWmance Publishing
Seitenzahl: 136 Seiten
Beschreibung: Terry und Phil sind dabei, ihr Beziehung weiter auszubauen und Terry weiter in seine Sub-Rolle einzuführen. Es könnte alles perfekt sein, würde ihre Leben nicht durch einen Schicksalsschlag durcheinander gerüttelt werden.
Meine Meinung: 



Bondage Play ist die Fortsetzung von Role Play und man sollte dieses auch gelesen haben, um komplett durchblicken zu können.
Mir hat an dem Buch gut gefallen, dass sich die Beziehung von Terry und Phil weiterentwickelt hat. Sie arbeiten immer noch daran, ihre Dom/sub-Dynamik auf 24/7 auszubauen und langsam ist es vor allem Terry, der von Phil auch wenig Betüddelung und mehr Disziplin einfordert. Im ersten Teil hat mich ja gestört, dass Phil mit seinem Sub zu sanft umgeht. Das ist hier teilweise immer noch so, aber wie gesagt, es ist tatsächlich Terry, der dem entgegen wirkt. Ich hoffe, die Autorin kann damit auch umgehen, Phils Verhätschelungen einzudämmen, denn auch hier habe ich sie wieder als ein wenig lästig empfunden. Nicht wirklich störend, aber auch nicht so richtig passend.
Dafür sind die Sexszenen wieder sehr heißt geworden, vor allem, da auch mal mehr als nur Phil und Terry darin involviert waren. Ich persönlich mag eigentlich Szenen, in denen öffentlich gespielt wird, nicht so gerne, aber hier war es so gut umgesetzt, dass es mir eine Freude war, sie zu lesen.
Auch die Story hat ein wenig frischen Wind bekommen. Es gab eine gewisse Gefahr, die das beschauliche Leben der beiden bedroht und die Spannung in die ganze Geschichte gebracht hat. Gut, als es sich letztlich aufgeklärt hat, war es ein wenig zu einfach gestrickt. Mir war es zu zufällig, wie Phil das Übel entdeckt hat und mir war es zu heldenhaft, wie er dem entgegen gewirkt hat. Das hatte wieder diesen Hauch von Kitsch, den so viele überspitzte Gay Romance Geschichten haben und das ist schade, weil das Buch auch ohne diese auskommen würde.
Dennoch kann man es nicht anders sagen: Es guter Stil, eine schöne Story und eine gute Umsetzung. Natürlich mit der einen oder anderen Schwäche, aber nichts, was nicht ausbaufähig ist. Ich bin gespannt, ob ein dritter Teil kommt und wie dieser umgesetzt wird.

Sonntag, 1. April 2018

Little Tease (A. C. Lelis)



Titel: Little Tease
Autor: A. C. Lelis
Verlag: Cursed Verlag
Seitenzahl: 548 Seiten
Beschreibung: Markus ist von seinem eigenen Leben frustriert und fühlt sich nicht mehr in der Lage, sich eines Subs anzunehmen. Selbst, als Barkeeper Thies versucht, seine Aufmerksamkeit mit allen Mitteln auf sich zu lenken, macht er dicht. Doch als ein weiterer Dom im Club auftaucht und ihm ein interessantes Angebot unterbreitet, kann Markus nur schwer nein sagen.

Meine Meinung:
Eigentlich mag ich keine Dreierkonstellationen. Das habe ich schon in ziemlich vielen Rezensionen erwähnt und das versaut mir dann auch häufig den Spaß am Lesen. Ich weiß nicht warum, aber BDSM-Bücher bilden da irgendwie eine Ausnahme. Und so auch dieses.
Ich war wirklich vom ersten Moment an gefesselt von der Dynamik der drei Protas. Es ist nicht so, dass man an irgendeiner Stelle das Gefühl hat, dass einer Außen vor bleibt und das ist mir einfach wichtig bei solchen Büchern. Auch erkennt man sehr gut, wie jeder seinen Part in der Beziehung übernimmt und warum es eben nur dann wirklich funktionieren kann, wenn sie alle drei zusammen sind.
Die Geschichte ist spannend aufgebaut. Markus hat mit seinen Dämonen zu kämpfen und daraus resultierend geschieht etwas zwischen Thies und ihm, dass eine Kluft zwischen alle Drei zu reißen droht. Ich mag, dass es eigentlich recht banal ist. Also, vielleicht nicht das Thema, um dass es sich dreht, aber der Vorfall an sich. Thies zieht daraus Konsequenzen, die sich hauptsächlich in seinem Kopf abspielen und das gefällt mir, weil dadurch keine übertriebene Dramatik in das Buch eingebaut wird. Ich mag es nicht, wenn Dinge zu überzogen sind, aber hier erkennt man einfach nur Thies’ Unsicherheit und was das mit ihm macht. Man kann sich gut mit ihm identifizieren, versteht seine Beweggründe genauso, wie die seiner beiden Doms, aber dennoch ist es nie zu viel und immer sehr realistisch.
Auch Markus’ Geschichte sieht auf den ersten Blick aus, als wenn sie sehr dramatisch wäre, aber die Art und Weise, wie in der Geschichte damit umgegangen wird, sorgt für Spannung und ist doch nicht übertrieben.
Letztlich gibt es einfach viele Missverständnisse und das ist im wahren Leben auch nicht anders. Das gefällt mir.
Überhaupt gefällt mir nicht nur die Story, sondern auch der Schreibstil. Man lernt die Protas kennen, kann abwechselnd aus der Sicht aller drei Charaktere mitverfolgen, was in ihren Köpfen so vor sicht geht und sich deshalb sehr gut in die Geschichte einfühlen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Und die Sexszenen… wow! Ziemlich heißt und wirklich ein Genuss und – wie eigentlich immer bei A. C. Lelis – sehr gelungener BDSM.
Ich bin wirklich sehr begeistert von dem Buch! Ihr müsst es ausprobieren!